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19.01.2016 | Aktuelle Pressemitteilungen
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Landesweit erstmalig „Blauer Strom“-Label für KWK-Strom verliehen

Gütesiegel des Bundesverbandes Kraft-Wärme-Kopplung e.V. (B.KWK) geht an die Stadtwerke Lemgo

Mit dem Label „Blauer Strom“ hat der Bundesverband Kraft-Wärmekopplung e.V. (B.KWK) ein Gütesiegel geschaffen, das die besondere Umweltfreundlichkeit von Strom aus Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) sichtbar macht. Das landesweit erste Label wurde jetzt vom B.KWK an den Anlagen der Stadtwerken Lemgo angebracht. Die Stadtwerke Lemgo sind seit vielen Jahrzehnten für die umweltschonende Stromproduktion durch Kraft-Wärme-Kopplung bekannt.

Kraft-Wärme-Kopplung gilt als äußerst umweltschonende Technologie, weil sie neben dem produzierten Strom auch die im Erzeugungsprozess anfallende Wärme als Fernwärme bereitstellt: Moderne KWK-Anlagen erzielen so im Vergleich zu konventionellen Erzeugungsanlagen einen Gesamtnutzungsgrad von bis zu 90 %.

Diesen umweltschonend erzeugten KWK-Strom können Stromnutzerinnen und -nutzer dank dem Label „Blauer Strom“ des Bundesverbandes Kraft-Wärme-Kopplung e.V. (B.KWK) nun genauso eindeutig erkennen, wie den „grünen“ Strom aus Erneuerbaren Energien. Das kommt auch den Stadtwerken Lemgo zugute, die jetzt das erste Gütesiegel Deutschlands vom B.KWK erhielten.

„Mit diesem Label können wir auch Neukundinnen und -kunden noch besser erklären, wie ressourcenschonend der KWK-Strom aus unseren Erzeugungsanlagen ist“, meint Stadtwerke-Geschäftsführer Arnd Oberscheven. „Wir freuen uns sehr, dass wir diese Umwelt- und Klimaaspekte jetzt sogar per Siegel belegen können.“

So nahmen Arnd Oberscheven und Vertriebsleiter Matthias Sasse das „Blauer Strom“-Label von Prof. Dr. Martin Maslaton, dem Vizepräsidenten des Bundesverbandes Kraft-Wärme-Kopplung e.V. (B.KWK) gerne entgegen.

Dabei übermittelte Prof. Dr. Martin Maslaton herzliche Grüße von Berthold Müller-Urlaub, dem Präsidenten des B.KWK – und hob die Bedeutung des KWK-Stroms für die Energiewende hervor: „Blauer Strom entfaltet sein enormes Potenzial besonders in Kombination mit Erneuerbaren Energien. Bei den Stadtwerken Lemgo gewährleisten die KWK-Anlagen also auch dann eine stabile Stromversorgung, wenn es windstill ist und die Sonne nicht scheint.“

Zugleich wies Prof. Dr. Martin Maslaton bei der Übergabe des Labels auf die politischen Rahmenbedingungen hin, welche die neue Gesetzgebung vorgibt: „Das KWK-Gesetz 2016 ist völlig unzureichend, wenn es um den weiteren Ausbau dieser umweltschonenden Technologie geht“, meint er. „Doch als Bundesverband konnten wir bei der Gesetzesnovelle zumindest einige wichtige Punkte durchsetzen, die auch für Lemgo wesentlich sind: Gerade für Anlagen, wie sie von den Stadtwerke Lemgo betrieben werden, gibt es eine den Marktbedingungen angepasste Förderung, welche die bestehende Eigenerzeugung von Strom und Fernwärme auch in Zukunft sichert.“

Zudem wurden erstmalig in dem Gesetz die Energiedienstleister berücksichtigt. Davon werden auch die Kraftwirte, die Energiedienstleister der Stadtwerke Lemgo profitieren können, die bereits heute erfolgreich in ganz Deutschland Anlagen errichten und betreiben.

Für Matthias Sasse, Vertriebsleiter der Stadtwerke Lemgo, beweist das neue Blauer Strom-Label zugleich die weitere Zukunftsfähigkeit der KWK-Technologie: „Unsere Kundinnen und Kunden verstehen so sehr schnell, dass wir den Lemgoer Privathaushalten grundsätzlich nur grünen und blauen Strom liefern – alle nutzen klimaschonende Energie. Das ist für viele ein gutes Argument, um ihren Strom weiterhin aus unserer umweltschonenden Stromproduktion zu beziehen.“