Fragen und Antworten

Preisanpassung zum 1. April 2024

Der Grund für die Strompreiserhöhung sind die sogenannten Netzentgelte. Netzentgelte decken die Kosten ab, die für den Transport von Energie entstehen, also die Kosten für die Stromnetze in Deutschland.

Die ursprüngliche Planung der Bundesregierung sah vor, die Netzentgelte für das Jahr 2024 mit einem Zuschuss von 5,5 Milliarden Euro dämpfen zu wollen. Aufgrund der Haushaltskrise Ende letzten Jahres wurde dieser Zuschuss kurz vor dem Jahreswechsel gestrichen.

Durch diese abrupte Entscheidung der Bundesregierung haben daher alle Stromlieferanten seit dem 01. Januar höhere Kosten, die in den Strompreis einfließen. Natürlich was es nicht möglich, diese Änderung sofort umzusetzen. Daher wird die Strompreisanpassung erst zum 01. April 2024 wirksam.

Nein, für Sie besteht durch die Änderung kein Handlungsbedarf. Das Ablesen des Zählerstandes ist nicht notwendig. Und die Strompreisanpassung haben wir bereits in den neuen Abschlägen berücksichtigt.

Die ursprüngliche Planung der Bundesregierung sah vor, die erhöhten Netzentgelte der Übertragungsnetzbetreiber für das Jahr 2024 mit einem Zuschuss von 5,5 Milliarden Euro dämpfen zu wollen. Dieser Zuschuss sollte aus dem Wirtschaftsstabilitätsfonds erfolgen.

Das Bundesverfassungsgerichtes entschied per Gerichtsurteil vom 15. November 2023, dass die Verwendung der Gelder aus dem Wirtschaftsstabilitätsfonds nicht wie geplant erfolgen darf. Dieses Urteil hat die Diskussion „Haushaltskrise“ ausgelöst. Ein Lösungsansatz der Bundesregierung war unter anderem die Streichung der Bezuschussung der Netzentgelte.

Diese Entscheidung führte dazu, dass die Übertragungs- und Verteilnetzbetreiber die Netzentgelte sowie die § 19 StromNEV-Umlage neu kalkulieren und veröffentlichen mussten. Diese Berechnung erfolgte final erst Anfang Januar 2024.

Aus diesem Grund konnte die Erhöhung der Netzentgelte nicht in den Preisanpassungen zum 01.01.2024 berücksichtigt werden. Daher befinden sich alle Stromlieferanten nun in der Zwangssituation, diese Mehrkosten an ihre Kund*innen weiterzugeben.

Im Allgemeinen decken Netzentgelte die Kosten ab, die für den Transport von Energie entstehen. Bei der Stromlieferung umfassen die Netzentgelte die Kosten für die Vorhaltung und den Betrieb der Stromnetze in Deutschland. Die entfallene Bezuschussung sollte ursprünglich die Kosten der Übertragungsnetze verringern. Diese Übertragungsnetze funktionieren ähnlich wie das Autobahnnetz: Sie transportieren den Strom von den Kraftwerken durch ganz Deutschland in die Städte und Gemeinden.

Die Kosten aller Stromnetze in Deutschland werden über die Netzentgelte getragen. Diese werden pro genutzter Kilowattstunde zuzüglich eines monatlichen Grundpreises berechnet. In Ihrem Strompreis sind diese Preisbestandteile bereits enthalten.

Die § 19-StromNEV-Umlage ist eine Umlage, die von allen Letztverbrauchern getragen wird. Durch diese Umlage werden energieintensive Netznutzer oder Netznutzer die sich besonders netzdienlich verhalten, begünstigt.

Stand Februar 2024