Neue Stadtwerke-Kampagne „Dein Geld bleibt hier“ gestartet

Erstellt von Stadtwerke Lemgo |

Was kostet Lebensqualität? - Die Stadtwerke Lemgo fragen in der neuen Kampagne „Dein Geld bleibt hier“, nach Bürgersinn und nach der Bereitschaft, die eigene Stadt und ihre Lebensqualität zu tragen

Alle wollen Lebensqualität, aber wer bezahlt das? Viele Städte sind klamm, denn die eigenen Einnahmen sind überschaubar und die Aufgaben groß. Was ist es uns als Bürger wert, eine gemütliche Innenstadt, Cafés, ein Schwimmbad, ÖPNV, eine umweltschonende Energieversorgung, Sport und Kultur zu haben, auch wenn wir vielleicht nicht alles selber nutzen? Wie viel Gemeinsinn bringen wir auf, im ureigenen Interesse? Was braucht es dazu? Was macht Lebensqualität in kleineren Städten aus? In Umfragen werden immer wieder folgende Aspekte genannt: Bezahlbare Immobilien, kurze Wege, Kita-Plätze, Kinder- und Jugendfreundlichkeit, Breitensport, gemütliche Innenstädte, Nachbarschaften. Kleinere Städte gelten gemeinhin als bessere Orte, um Kinder großzuziehen: sicherer, sauberer, freundlicher, persönlicher. Aber woher kommt das, wie machen die erfolgreichen, kleinen Städte das? Ganz viel funktioniert über Gemeinsinn. Eben jene Nachbarschaften, die Dinge organisieren. Vereine, deren Ehrenamtler sich nicht nur am Erfolg, sondern vor allem an Spaß und Teamgeist der Kinder und Jugendlichen orientieren. Inhabergeführte Geschäfte, die ihre Kunden noch kennen und deren Leistungen noch ganz individuell sind. Und eine öffentliche Hand, die begriffen hat, dass es nicht so sehr um Prestigeprojekte geht, sondern um Lebensgefühl. Um den Platz am Fluss, um das familienfreundliche Schwimmbad, um die Cafés auf und um den Marktplatz, um Schönheit und das Gefühl von Zuhause.

Aber, wer bezahlt das? In Lemgo leisten die Stadtwerke einen sehr großen Beitrag zu dieser Lebensqualität. Sie ermöglichen den Stadtbus und das Schwimmbad, obwohl beides, wie überall, rote Zahlen schreibt, wenn es für Familien bezahlbar bleiben soll. Die Stadtwerke sponsern Sport, Kultur und Feste. Aber dann kam die Liberalisierung der Energiemärkte und diese Aufgabe wird auch für die Stadtwerke immer schwieriger. Heute ist das Wechseln des Energieanbieters leicht und viele versprechen ein Tablet oder ein Handy oder Rabatte als Bonus. Manchmal für nur 80 € Ersparnis, zumindest im ersten Jahr. Das zweite Jahr wird dann oft deutlich teurer. Wenn man einmal ein Beispiel durchrechnet, auf einer der populären Vergleichsplattformen, bemerkt man, dass der Preis der Stadtwerke eher günstig ist. Inklusive der Boni kann man bei den Anderen zum Beispiel auf 70 – 80 € weniger für das besagte erste Jahr kommen. Was ist uns unsere Stadt und ihre Lebensqualität also wert: 7 € im Monat? Oder doch eher nichts, weil wir persönlich keinen Bus oder kein Schwimmbad brauchen? Die Stadtwerke lehnen keine Bitte von Schulen, Kindergärten und Vereinen ab. Busschulung, Schwimmunterricht, Tombolapreise und vieles mehr. Aber Kinder und Jugendliche brauchen Bus und Schwimmbad und Städte brauchen Kinder und Jugendliche. 

Kommt niemand nach, der hier wohnen will, gibt es keinen Grund mehr, ein Geschäft zu betreiben. Kein Café, keine süßen, besonderen Läden, keine Steuereinnahmen, keine Lebensqualität, keine Städte. ÖPNV und Schwimmbad gehören zur sogenannten Daseinsvorsorge, denn beides wird mindestens für die Schulen gebraucht. Kommunen sind verpflichtet, so etwas vorzuhalten. Die Kosten sind also da, sowieso. Wir Bürger können das Geld ganz einfach aufbringen, indem wir nur bei den kommunalen Unternehmen zu marktgerechten Preisen kaufen, anstatt unser Geld fremden Energiehändlern oder multinationalen Konzernen hinterherzuwerfen. Was sind uns unsere Städte, unsere Kinder, unser Lebensgefühl wert? Wir entscheiden das jedes Jahr selber, das ist kein Schicksal, das ist eine freie Entscheidung. 

Die Kampagne wurde zusammen mit den Lemgoer Werbern Britta und Lars Stricker entwickelt. Alle Bilder zeigen Menschen, die in Lemgo leben oder zur Schule gehen. Die Kampagne appelliert mit provokanten Aussagen an alle, ihre Entscheidung mit Bürgersinn zu treffen, denn jeder Cent, den die Stadtwerke einnehmen, wird für die Stadt ausgegeben, ausnahmslos. Arnd Oberscheven, Geschäftsführer der Stadtwerke Lemgo formuliert es so: „Vielen ist gar nicht bewusst, dass der Wechsel zu fremden Unternehmen der eigenen Stadt unmittelbar Mittel und Möglichkeiten entzieht. Das wollen wir noch einmal deutlich machen“.

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