Luftbildaufnahme der Stadtwerke Lemgo

E-Mobilität

Eine Million Elektrofahrzeuge bis 2020 – und sechs Millionen bis 2030: das sind die Ziele der Bundesregierung, wenn es um Elektromobilität geht. Diese Ziele zu erreichen ist sehr ambitioniert. Dennoch: Elektromobilität ist zunächst mit E-Bikes und zunehmend auch mit E-Autos im Alltag angekommen. Während die Fahrerinnen und Fahrer bei den ersten E-Fahrzeugen gerade im Winter noch ängstlich auf die Reststromanzeige schauten, können mit den aktuellen Modellen bereits alltägliche Touren in und um Lemgo gefahren werden: Praxisreichweiten von knapp 200 Kilometern sind für die meisten Nutzungsanforderungen ausreichend. Und das Fahren mit Strom – möglichst mit Ökostrom – bietet vor allem im innerstädtischen Raum viele Vorteile: Die Fahrzeuge sind emissionsarm, leise und sparsam.

Wir unterstützen Sie beim Umstieg auf das Elektroauto: Mit unseren Ladesäulen sorgen wir dafür, dass Sie Ihr Fahrzeug in Lemgo immer wieder mit Ökostrom aufladen können. Auch für Ihr Zuhause stellen wir die passenden Lademöglichkeiten bereit: Wir beraten Sie gerne!

Übrigens: Unter der Marke E-MOTION machen sich Stadtwerke aus Bad Driburg, Bad Salzuflen, Bünde, Bielefeld, Detmold, Gütersloh, Halle, Herford, Lemgo, Steinhagen, Versmold, Vlotho und Werther gemeinsam für den Einsatz und die Förderung der Elektromobilität stark. So steht in ganz Ostwestfalen-Lippe eine flächendeckende Ladeinfrastruktur für Ihre E-Fahrzeuge bereit!

Ihre Vorteile

  • Ausgereifte Wallboxen für Ihr Zuhause
  • Schnellladung möglich
  • Stadtwerke-Ladeinfrastruktur in OWL

Weitere Informationen

Bereits seit mehreren Jahren stehen in Lemgo öffentliche Ladesäulen bereit: Nutzerinnen und Nutzer von E-Fahrzeugen können damit in der Innenstadt ihr Elektrofahrzeug beim Einkauf oder Zwischenstopp nachladen.

Unsere Ladesäulen finden Sie auf dem Kundenparkplatz am Bruchweg 24 und beim Kommunalen Rechenzentrum Lemgo in der Bismarkstrasse 23. Neue Ladesäulen kommen demnächst hinzu: im Parkhaus Wüste, am Bahnhof und auf dem Parkplatz Langenbrücker Tor. Überall können stets zwei E-Autos gleichzeitig an den Ladesäulen aufgeladen werden. Natürlich mit Ökostrom!

Alle Ladesäulen laden mit bis zu 22 kW und besitzen – passend für die meisten E-Autos Typ-2-Steckdosen. Die benötigten Ladekabel müssen Sie selbst dabei haben. Das Laden der E-Autos ist derzeit noch kostenlos.

„Bis zu 80% der Ladevorgänge werden zu Hause erfolgen“ – so lautet die Einschätzung von Fachleuten. Es ist auch sehr praktisch, wenn am hauseigenen Carport oder in der Garage eine Lademöglichkeit besteht: Das Auto kann über Nacht in direkter Nähe aufgeladen werden.

Wir haben für Sie verschiedene Wallboxen im Angebot – Steckdosen, die speziell auf die E-Mobilität ausgerichtet sind. Diese ermöglichen das sichere Laden des Akkus und verkürzen die Ladezeit Ihres E-Autos auf teils nur noch eine Stunde. Voraussetzung ist allerdings, dass in Ihrer Straße die zusätzliche Leistung für die Wallbox noch verfügbar ist. Sprechen Sie uns frühzeitig darauf an.

Übrigens: Die Einrichtung von Wallboxen oder Ladesäulen wird aktuell vom Land NRW mit bis zu 50 % der Kosten gefördert. Für die Höchstförderung sind eine Wallbox mit mehr als 11 kW und ein zertifizierter Ökostromvertrag erforderlich, damit das Laden des E-Autos ausschließlich mit Öko-Strom erfolgt. Bei der Beantragung der Fördermittel und der Installation der Wallbox beraten wir Sie gerne.

Diese Wallboxen sind bei uns erhältlich:

Wallbox 3,7 kW

Wallbox 11 kW

Wallbox 22 kW mit 4m Kabel

Auch ein 4-Meter Kabel und eine Standsäule für die Wallbox können Sie bei uns erwerben. Weitere Informationen erhalten Sie unter dem Punkt „So schaffen Sie die Voraussetzungen für die Installation“.

Förderrichtlinie des Bundes: Lade-Infrastruktur für Elektrofahrzeuge

Mit der Förderrichtlinie soll ein flächendeckendes, bedarfsgerechtes und nutzerfreundliches Lade-Infrastruktur-Netz initiiert werden, sodass der Nutzer eines E-Fahrzeugs überall in Deutschland schnell und unkompliziert nachladen kann. Die Mittelausstattung des Förderprogramms beträgt nach derzeitiger Finanzplanung bis 2020 rund 300 Mio. Euro.

https://www.now-gmbh.de/de/bundesfoerderung-ladeinfrastruktur

Förderprogramm progress NRW

Das Programm bietet eine breite Palette von Förderangeboten, um den effizienten Umgang mit Energie und den Einsatz von regenerativen Energien in NRW voranzubringen, und ist damit wichtigstes Förderinstrument für Unternehmen, Verbraucher und Kommunen. Das Förderprogramm wird regelmäßig aktualisiert und so an die sich ändernden Rahmenbedingungen flexibel angepasst. Es richtet sich vorrangig an kleine und mittelständische Unternehmen, Kommunen und Privatpersonen.

https://www.bezreg-arnsberg.nrw.de/themen/f/foerderpro_progres_nrw/index.php

Allgemeine Informationen zu weiteren Förderungen, z.B. zur Kaufprämie, der Befreiung der E-Autos von der Kfz-Steuer, dem Nachteilsausgleich Dienstwagenbesteuerung und Lohnsteuervorteile

finden Sie unter diesem Link http://www.elektromobilitaet.nrw.de/foerderung/privatnutzer/

Melden Sie Ihre gewünschte Installation bitte rechtzeitig bei uns an. Warum diese Anmeldung wichtig ist?

Zurzeit werden große Anstrengungen unternommen, ein dichtes Netz öffentlich zugänglicher Ladeeinrichtungen aufzubauen. Zukünftig kommt aber auch den Ladeeinrichtungen auf privaten Grundstücken eine große Bedeutung zu. Die Leistungsfähigkeit des öffentlichen Stromversorgungsnetzes und der privaten Elektroinstallation, die der jeweiligen Ladeeinrichtung vorgelagert sind, bestimmt dabei die Funktionalität und Sicherheit dieser Einrichtungen. Für den zu erwartenden Boom an Elektroautos muss daher nicht nur die Ladeinfrastruktur ausgebaut werden – auch das Stromnetz muss dafür gerüstet sein.

Als Netzbetreiber kümmern wir uns darum, dass der Strom für Ihr Elektrofahrzeug zur Verfügung steht – wo und wann Sie ihn benötigen. Wenn jedoch zu viele Elektrofahrzeuge in einer Straße gleichzeitig geladen werden, kann es im Extremfall dazu kommen, dass das Stromnetz zu stark belastet wird. Aus Sicherheitsgründen schaltet sich das Netz in solchen Fällen ab. So, wie Ihre Sicherung zu Hause. Das Ergebnis wäre ein Stromausfall in Ihrem Wohngebiet.

Hier können Sie uns unterstützen: Wenn wir einzelne Ladestationen im Notfall gezielt abschalten können, lässt sich ein größerer Stromausfall vermeiden. Sobald das Netz wieder stabil ist, schalten wir die betroffenen Ladestationen wieder frei. So sichern Sie gemeinsam mit uns eine stabile Stromversorgung. Ladestationen sollten daher generell mit einer Kommunikationsschnittstelle ausgestattet und in ihrer Ladeleistung regelbar sein.

Bitte beachten Sie Folgendes bei der Installation einer Ladestation

  1. Für die Nachrüstung einer Ladesäule oder Wallbox und die Bewertung der Installation vor Ort empfehlen wir Ihnen, sich mit Ihrem Elektroinstallateur in Verbindung zu setzen. Nutzen Sie hierzu die im Stromnetz der Stadtwerke Lemgo zugelassenen Elektroinstallateure.
  2. Sollten Sie dann eine Erweiterung Ihres Hausanschlusses benötigen, setzen Sie sich bitte rechtzeitig mit unserem Anschlussservice in Verbindung. Hier finden Sie das "Formular zur Anmeldung zum Netzanschluss Strom".
  3. Ladeeinrichtungen ab einer Anschlussleistung von mehr als 4,7 kW sind anmeldepflichtig. Ladeeinrichtungen mit mehr als 11 kW müssen vom zuständigen Stromnetzbetreiber genehmigt werden. Für die Ausführung ist ebenfalls die Beauftragung eines zertifizierten Elektroinstallateurs notwendig. Weiterführende Informationen hierzu finden Sie in der Erläuterung zu den "Technischen Anschlussbedingungen".

Zusätzliche Informationen zum Aufbau und zur Ladeinfrastruktur finden Sie im Leitfaden „Ladeinfrastruktur Elektromobilität".

Die Bundesregierung fördert den Kauf von Elektrofahrzeugen. Anträge für eine Kaufprämie können beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) online gestellt werden. Die Prämie für elektrische Fahrzeuge beträgt 4.000 Euro, 3.000 Euro gibt es für Plug-in-Hybride. Spätestens 2019 endet die Förderung.

Auch das Aufladen eines Elektroautos beim Arbeitgeber soll künftig steuerfrei sein. Obwohl hier Stromkosten gespart werden, wird die "Tankfüllung" nicht als geldwerter Vorteil versteuert. Auch Arbeitgeber profitieren von dem Gesetzentwurf: Sie können über die Lohnsteuer den Aufbau von Ladestationen auf ihrem Betriebsgelände bezuschussen lassen.

Zudem gilt die Kfz-Steuerbefreiung für zehn Jahre für Fahrzeuge mit einem CO2-Ausstoß unter 50 Gramm pro Kilometer.

Quelle: www.bundesregierung.de

Ansprechpartner

Andreas Becker

FAQ Elektromobilität

Batterien von Elektrofahrzeugen verfügen über hohe Batteriekapazitäten. Je höher die Kapazität ist, desto höher ist die Reichweite. Zum Laden benötigen E-Autos daher relativ viel elektrische Energie. Elektroautos an einer herkömmlichen Haushaltssteckdose zu laden, kann zum Sicherheitsrisiko werden. Kurzschlüsse oder Überhitzungen in den Kabeln können gegebenenfalls zu Bränden führen. Wenn zusätzlich noch weitere Verbrauchsgeräte an der gleichen Leitung angeschlossen sind, können diese bei gleichzeitiger Nutzung eine Überlastung der Leitung bewirken.

Um Ihr Auto sicher und schnell laden zu können, empfehlen wir aus sicherheitstechnischen Gründen die Installation einer Ladesäule oder Wallbox.

Das hängt von der zur Verfügung stehenden elektrischen Leistung der Ladesäule oder der Wallbox, der Ladetechnik im Fahrzeug und der Größe der Fahrzeugbatterie ab.

Ein Beispiel:

Das Laden einer Batterie mit einer Kapazität von 35 kWh dauert an einer normalen Haushaltssteckdose bei 2,3 kW Ladeleistung bis zu 20 Stunden. Bei einer Wallbox mit 22 kW dauert es nur noch knapp zwei Stunden, wenn das E-Auto die Ladung mit 22 KW unterstützt. Ist der Akku nicht leer gefahren, verkürzt sich die Ladezeit entsprechend.

Wohnen im eigenen Haus / Eigentumswohnung

Gehört Ihr PKW-Stellplatz zu Ihrem eigenen Grundstück, können Sie frei über die Einrichtung einer Ladelösung entscheiden. Wenn der Stellplatz auf einer Gemeinschaftsfläche Ihrer Wohnanlage liegt, sprechen Sie am besten frühzeitig mit den anderen Eigentümern.

Wohnen zur Miete

Wohnen Sie in einem gemieteten Haus und Ihr Stellplatz befindet sich auf dem Grundstück Ihres Vermieters, entscheidet er allein über die Einrichtung einer Ladelösung. Wohnen Sie zur Miete in einem Mehrparteienhaus mit mehreren Wohneigentümern, sprechen Sie zuerst mit Ihrem Vermieter und nach dessen Zustimmung mit den anderen Wohnungseigentümern.

Wir empfehlen in einer Garage oder einem Carport eine Wandladevorrichtung (Wallbox) zu installieren. Die Wallbox benötigt weniger Platz. Der Anschluss ist preiswerter als bei einer Standsäule, da z.B. das Fundament entfällt.

An freien Plätzen im Außenbereich sollten feststehende Ladesäulen aufgebaut werden. 

Sowohl für die Garage oder Carport als auch für den Außenbereich bieten wir Wallboxen oder Ladesäulen mit unterschiedlichen Leistungsstärken an.

Bei den meisten Autoherstellern ist ein Ladekabel beim Auto dabei. Das Ladekabel hat auf der einen Seite den passenden Stecker für Ihr Auto. Auf der anderen Seite den Stecker für die Ladestation. Die von uns angebotenen Ladesäulen und Wallboxen sind mit dem üblichen Typ-2-Stecker kompatibel.

Ladekabel können unterschiedliche Durchmesser haben. Insbesondere für die schnelle Ladung Ihres Fahrzeuges, also z.B. mit 22 kW, ist ein dickeres Kabel notwendig, um die höhere elektrische Leistung sicher in das Fahrzeug zu bringen.

Wallboxen oder Ladesäulen müssen beim zuständigen Netzbetreiber angemeldet werden – also bei uns. Weitere Informationen dazu finden Sie auf dieser Seite.

Aktuell  werden bei E-Autos mit Typ2-Anschluss die Ladekabel in der Regel mit der Zentralverriegelung des Fahrzeuges abgeschlossen. An unseren Ladesäulen kann das Kabel zusätzlich fest verriegelt werden.

Unsere Wallboxen und Ladesäulen haben ein Sicherheitssystem, das höchste Sicherheit bietet. Der Strom fließt erst dann, wenn das Ladekabel richtig eingesteckt wurde. Zum anderen wird die Ladesäule oder Wallbox an einen separaten Stromkreis ihrer Hausverteilung mit zusätzlichem Schutzschalter angeschlossen. Somit sind Sie gegen hohe Stromstärken sowie personengefährdende Fehlerströme abgesichert. Beim Laden Ihres Fahrzeugs an einer nicht gesicherten Haushaltssteckdose ist dies unter Umständen nicht der Fall.

Aus diesen Gründen empfehlen wir die Installation einer gesicherten Wallbox oder Ladesäule.

Unter normalen Umständen ungefähr vier Wochen. Ist jedoch z.B. der Hausanschluss für die zusätzliche Installation einer Wallbox oder Ladesäule nicht ausgelegt, ist eine Verstärkung des Hausanschlusses erforderlich. In Einzelfällen kann es vorkommen, dass das Leitungsnetz in Ihrer Straße ausgelastet ist und weitere Anschlüsse kurzfristig nicht umgesetzt werden können. Dann ist mit längeren Wartezeiten zu rechnen. Aus diesem Grund sollte die Netzkapazität und die derzeitige Auslastung des Hausanschlusses vor der Installation geprüft werden.

Informieren Sie sich rechtzeitig, sowohl bei Ihrem Installateur als auch bei Ihren Stadtwerken. Am besten, bevor Sie ein E-Auto kaufen.

Ein Ladepunkt ist die Stelle der Ladeeinrichtung, an der ein einzelnes Elektrofahrzeug angeschlossen wird.

Ladeeinrichtungen können sein:

  • Steckdosen in der festen Installation, die unter Berücksichtigung ihrer Dauerstrombelastbarkeit für das Laden von Fahrzeugen geeignet und vorgesehen sind
  • Ladesäulen sowie Wandboxen (Wallboxen) zur Installation in Garagen, Carports oder an Stellplätzen, die einen oder mehrere Ladepunkte versorgen können