Luftbildaufnahme der Stadtwerke Lemgo

Wir unterstützen Sie beim Umstieg auf das Elektroauto:

  • Mit unseren öffentlichen Ladesäulen sorgen wir dafür, dass Sie Ihr Fahrzeug in Lemgo immer wieder mit Ökostrom aufladen können.
  • Auch für Ihr Zuhause oder Ihr Unternehmen haben wir die passenden Ladelösungen.

  • Nutzen Sie die vorhandenen Fördermöglichkeiten.


 In unseren FAQs finden Sie alle Antworten rund um die Anschaffung Ihres E-Autos:

E-Mobilität

Ziele der Bundesregierung

Im Vergleich zu 1990 müssen sich die Emissionen im Verkehr bis 2030 um 40 bis 42 Prozent verringern. Mit einem Paket aus Förderung der Elektromobilität, Stärkung der Bahn und CO2-Bepreisung will die Bundesregierung das erreichen.

Mindestens sieben bis zehn Millionen E-PKW sollen bis 2030 zugelassen sein. Seit Juli 2020 ist starker Anstieg der monatlichen Zulassungszahlen von reinen E-PKW und Plug-In-Hybriden erkennbar. Wurden im Juni 2020 noch ca. 20.000 Fahrzeuge zugelassen, waren es im Dezember 2020 bereit 80.000 E-Fahrzeuge.

Elektromobilität kommt zunehmend im Alltag an. Und auch in Lemgo werden wir das in den nächsten Jahren deutlicher erkennen können.

Untersuchungen bestätigen, dass ca. 70 % aller täglichen Fahrten mit dem PKW weniger als 50 km weit sind. Und 20 % aller Fahrten zwischen 50 und 100 km. Diese Reichweiten schaffen die aktuellen E-PKW. Elektrofahrzeuge mit mehr als 200 km Reichweite sind keine Seltenheit mehr. Und viele E-PKW, die in diesem Jahr auf dem Markt kommen, haben noch deutlich höhere Reichweiten.

Das Fahren mit Strom – möglichst mit Ökostrom – bietet vor allem im innerstädtischen Raum viele Vorteile: Die Fahrzeuge sind lokal emissionsarm, leise und sparsam. Und das Fahren mit einen E-PKW macht richtig Spaß.

Förderung

Stand: Februar 2021

Förderung PKW:

Die Autohersteller und der Bund über die BAFA fördern den Kauf von Elektroautos und von Plug-in-Hybriden. Die Förderung erfolgt mit 50 % durch die BAFA und 50 % durch die Hersteller, die ihren Anteil gleich vom Kaufpreis abziehen. Anträge für den Umweltbonus können beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) online gestellt werden.

Der Umweltbonus beträgt: für reine E-PKW

  • 6.000 Euro mit einem Netto-Listenpreis bis zu 40.000 Euro
  • 5.000 Euro mit einem Netto-Listenpreis bis 65.000 Euro,

und für Plug-in-Hybride

  • 4.500 Euro mit einem Netto-Listenpreis bis zu 40.000 Euro,
  • 3.750 Euro mit einem Netto-Listenpreis bis 65.000 Euro,

Die förderfähigen Fahrzeuge und das Verfahren zur Abwicklung werden auf der Seite der BAFA im Internet veröffentlicht. Der Bund stellt für den Umweltbonus 2,09 Milliarden Euro bereit. Die Förderung endet spätestens am 31.12.2025 oder wenn das Budget verbraucht ist.

Steuerrechtliche Aspekte:

Das kostenlose oder verbilligte Stromladen von E-PKW oder Plug-In-Hybriden im Betrieb des Arbeitgebers ist nach § 3 Nr. 46 EStG steuerfrei. Die Steuerbefreiung gilt bis Ende 2030. Dieser Ladestrom ist auch sozialversicherungsfrei. Steuerbefreit ist auch eine Wallbox oder Ladesäule, die einem Arbeitnehmer vom Arbeitgeber unentgeltlich überlassen worden ist, wenn sie im Eigentum des Arbeitgebers bleibt.

Bei einer Erstzulassung nach dem 18.05.2011 und vor dem 31.12.2025 ist das Fahrzeug für 10 Jahre von der KFZ-Steuer befreit.

Die KFW fördert für private Eigentümer, Mieter, Vermieter oder Wohnungseigentümergemeinschaften die Installation von Wallboxen oder Ladesäulen mit einem festen Zuschuss von 900 Euro pro Ladepunkt. 

Das Land NRW fördert die Installation von Wallboxen oder Ladesäulen für juristische Personen des öffentlichen und privaten Rechts oder Personengesellschaften.

  • Bei nicht-öffentlichen Ladesäulen 50 % der zuwendungsfähigen Ausgaben, maximal 1.000 Euro (Wallbox) pro Ladepunkt oder 3.000 Euro je Ladesäule, jeweils je Ladepunkt.
  • Bei öffentlichen Ladesäulen 50 % der zuwendungsfähigen Ausgaben, maximal 5.000 Euro sowohl für Wallbox und Ladesäule, jeweils pro Ladepunkt

Die Formulare dafür sind auf der Internetseite der KFW oder der Bezirksregierung Arnsberg vorhanden.

Rund um das E-Auto

Battery Electric Vehicle (BEV) bezeichnen ein Fahrzeug, das als Auto mit Elektromotor seine Energie alleine aus einer Batterie bezieht, die genutzt wird, um den Elektromotor anzutreiben. Die Batterie kann zu Hause an der Wallbox oder an öffentlichen Ladesäulen geladen werden.

Das Hybrid Electric Vehicle (HEV) bezeichnet ein Auto, welches durch einen Verbrennungsmotor und mit einem zusätzlichen Elektromotor angetrieben wird. Der Elektromotor  unterstützt den Verbrennungsmotor in bestimmten Belastungssituationen (z.B. Anfahren oder Beschleunigen etc.). Die Akkus werden durch Rekuperation beim Bremsen und/oder durch den Verbrennungsmotor aufgeladen.

Bei einem Plug-In Hybrid Electric Vehicle (PHEV) wird der Kraftstoffverbrauch weiter gesenkt, indem die Akkus zusätzlich auch an der Wallbox oder einer Ladesäule aufgeladen werden können. Die Akkukapazität liegt derzeit bei ca. 12-15 kW. Damit können auch Strecken bis zu 50 oder 60 km im reinen Batteriebetrieb und damit lokal emissionsfrei zurückgelegt  werden.

Am 1. September 2017 wurde mit dem WLTP-Zyklus (Worldwide Harmonized Light Vehicle Test Procedure) ein neues Verfahren für Verbrauchs- und Abgastests eingeführt. Das neue Verfahren soll sich eher am realen Fahren orientieren und damit realere Testergebnisse liefern als das alte NEFZ-Verfahren (Neuer Europäischer Fahrzyklus). Die nach WLTP ermittelten CO2-Werte sind seit 2017 bei der Genehmigung neuer Fahrzeuge verbindlich.

Zur Lebensdauer einer Batterie gibt es bisher nur wenige Langzeiterfahrungen. Temperatur, Häufigkeit und Intensität des Ladens beeinflussen die Haltbarkeit der Batterie. Die Hersteller garantieren Laufleistungen zwischen 100.000 und 160.000 Kilometern und mehrere Tausend Lade- und Entladezyklen.

Die Reichweite hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie z. B. von

  • Fahrzeuggewicht
  • Akkukapazität
  • Fahrstil
  • Topografie
  • Temperatur
  • Sonstige Verbraucher, wie Klimaanlage, Sitzheizung o. ä.

So hat unser E-Auto im Sommer eine Reichweite von 260 km und im Winter noch 150 km.

Das hängt von der zur Verfügung stehenden elektrischen Leistung der Ladesäule oder der Wallbox, der Ladetechnik im Fahrzeug und der Größe der Fahrzeugbatterie ab.

Ein Beispiel:

Das Laden einer Batterie mit einer Kapazität von 35 kWh dauert an einer normalen Haushaltssteckdose bei 2,3 kW Ladeleistung bis zu 20 Stunden. Bei einer Wallbox mit 22 kW dauert es nur noch knapp zwei Stunden, wenn das E-Auto die Ladung mit 22 KW unterstützt. Ist der Akku nicht leer gefahren, verkürzt sich die Ladezeit entsprechend. Beim Laden mit 50 kW an einer DC-Ladesäule dauert es noch ca. 45 Minuten.

2018 betrug der CO2-Wert pro Kilowattstunde bei der gesamten Stromerzeugung in Deutschland 474 Gramm.

Braucht ein E-Auto real 18 kWh/100 km ergeben sich rechnerisch bei diesem Stromeinsatz 8,58 Kilogramm CO2.

Ein PKW mit Verbrennungsmotor dürfte umgerechnet höchstens 3,1 Liter Benzin oder 2,7 Liter Diesel auf 100 km verbrauchen. PKW mit Verbrennungsmotor verbrauchen aktuell aber etwa das Doppelte.

Wird mit unser LemgoStrom geladen, ist die CO2-Bilanz deutlich besser. Beim Laden mit reinem Ökostrom ist die CO2-Bilanz noch mal deutlich besser.

Im gesamten Lebenszyklus ist ein E-Auto derzeit nicht CO2-neutral. Für die Produktion kündigen einige Fahrzeughersteller aber für die Zukunft eine CO2-neutrale Produktion an. Auch bei der Verwertung eines E-PKW am Lebensende gibt es erfolgsversprechende Ansätze, wie z. B. Recycling einer Batterie zu 98 % und Zurückführung der recycelten Wertstoffe in den Produktionsprozess.

Ein Ladepunkt ist die Stelle der Ladeeinrichtung, an der ein einzelnes Elektrofahrzeug angeschlossen wird.

Ladeeinrichtungen können sein:

  • Steckdosen in der festen Installation, die unter Berücksichtigung ihrer Dauerstrombelastbarkeit für das Laden von Fahrzeugen geeignet und vorgesehen sind
  • Ladesäulen sowie Wandboxen (Wallboxen) zur Installation in Garagen, Carports oder an Stellplätzen, die einen oder mehrere Ladepunkte versorgen können

Beim Laden zu Hause wird Wechselstrom (AC) mit bis zu 22 kW geladen. Die meisten Fahrzeuge können allerdings derzeit zu Hause nur mit 11 kW laden. Mehr wird vom Auto nicht unterstützt. Das E-Auto wandelt den AC-Strom in Gleichstrom (DC) um.

Wird mit DC und mit mehr als 22 kW geladen, wird das als Schnellladen bezeichnet. Viele Fahrzeuge, insbesondere die neueren Modelle oder die Modelle, die jetzt auf dem Markt kommen, unterstützen das DC-Schnelladen mit dem CCS-Stecker. Hier werden in der Regel Ladeleistungen von 50 oder 100 oder 150 kW erreicht. Bei manchen Modellen ist es sogar deutlich mehr.

Ein Rechenbeispiel:

Ein leere 40 kW Batterie braucht an einer 11 kW-Wallbox ca. 4 Stunden bis sie wieder vollgeladen ist. Wenn das E-Auto das DC-Laden mit 50 kW unterstützt, dauert das Laden der gleichen Batterie ca. eine Stunde und bei DC-Laden mit 100 kW nur noch 30 Minuten.

Für das Laden zu Hause über Nacht ist Laden mit 11 kW ausreichend. Auch für größere Batterien. Sind Sie weitere Strecken unterwegs, kann z. B. an den Autobahnen in kurzer Zeit an DC-Ladesäulen die Batterie wieder aufgeladen werden.

Von den meisten Autoherstellern wird ein Ladekabel beim Autokauf mitgeliefert. Das Ladekabel hat auf der einen Seite den passenden Stecker für Ihr Auto. Auf der anderen Seite den Stecker für die Ladestation. Die von uns angebotenen Ladesäulen und Wallboxen sind mit dem europäischen Standard-Typ-2-Stecker ausgestattet.

Ladekabel können unterschiedliche Durchmesser haben. Insbesondere für die schnelle Ladung Ihres Fahrzeuges, also z.B. mit 22 kW, ist ein dickeres Kabel notwendig, um die höhere elektrische Leistung sicher in das Fahrzeug zu bringen.

Bei einigen Fahrzeugen, die nicht mit dem Typ 2 Stecker laden können, sind Adapter z. B. von CHAdeMo auf Typ2 erforderlich. Klären Sie rechtzeitig, ob das von Ihnen gewünschte E-Auto mit einem Adapter laden darf.

EU Standard

Typ2-Stecker und CCS wurden in der EU als Standardsteckverbindungen bei Ladeleistungen über 3,6 kW für Wechselstrom und über 22 kW für Gleichstrom festgelegt.

Typ2-Stecker

In Europa hat sich der Typ 2-Stecker (auch "Mennekes-Stecker" nach dem Hersteller genannt) als Standard etabliert - sowohl an den Fahrzeugen als auch an den Ladesäulen. Die Bezeichnung "Typ 2" leitet sich von der zugehörigen Norm IEC 62196-2 ab, die drei Steckertypen für die Wechselstrom-Ladung definiert. Typ 2 arbeitet dreiphasig mit AC und hat eine Ladeleistung bis zu 43 kW.

Combined Charging System CCS

Der Combo-Stecker stellt eine Erweiterung des verbreiteten Typ 2-Steckers dar. Mithilfe zwei zusätzlicher Leistungskontakte kann der Fahrzeug-Akku sowohl in Gleich- als auch in Wechselstromnetzen schnell geladen werden, theoretisch bis zu 150 kW. Die Combo-Anschlüsse können auch vom sehr verbreiteten Typ 2-Stecker verwendet werden.

Weitere Steckertypen

Typ1-Stecker

Bei dem Typ 1-Stecker handelt es sich um einen einphasigen Stecker, mit dem bis zu 7,4 kW (230V, 32A) Ladeleistung möglich ist. Er wird fahrzeugseitig vor allem von asiatischen und amerikanischen Herstellern verbaut und an europäischen Ladesäulen eher unüblich. Um hierzulande dennoch problemlos aufladen zu können, liefern die Hersteller ein Ladekabel mit, das sowohl einen Typ 1- als auch einen Typ 2-Anschluss aufweist. Der Typ 1-Stecker hat (im Gegensatz zum Typ 2-Stecker) standardmäßig keine Verriegelung auf der Fahrzeugseite und kann somit während der Ladevorgangs abgezogen/gestohlen werden.

CHAdeMO

 Der in Japan entwickelte Standard-Stecker für die Schnellladung mit DC-Strom. Vor allem asiatische Hersteller wie Nissan, Mitsubishi, Subaru, Toyota und Kia setzen CHAdeMO ein. Auch Tesla-Fahrzeuge können über einen Adapter an CHAdeMO geladen werden. Ladesäulen mit CHAdeMO-Schnittstellen bieten in der Regel Ladeleistungen bis 50 kW, bis 2020 sollen 400 kW möglich sein. Etwa ein Drittel aller Schnellladesäulen weltweit verfügt über einen CHAdeMO-Anschluss.

Tesla Supercharger: Nur für Tesla-Kunden

Der US-amerikanische Autohersteller Tesla bietet seinen Kunden einen eigenen Stecker-und Ladestandard. Bei dem Stecker handelt es sich um eine modifizierte Version des Typ 2-Steckers. Damit ist eine Ladeleistung von bis zu 120 kW im DC-Stromnetz möglich.

SchuKo-Stecker

 Beim Schutzkontakt-Stecker handelt es sich um eine herkömmliche Haushaltssteckdose. Er ist für eine maximale Stromstärke von 16 A im einphasigen 230 V -Stromnetz mit 3,7 kW ausgelegt. Für den alltäglichen Einsatz bzw. dauerhaften Gebrauch sollten jedoch aus Sicherheitsgründen lediglich 2,3 kW gezogen werden. Elektroautos sollten am SchuKo-Stecker nicht dauerhaft aufgeladen werden, da es sonst zu Überhitzungen und Kabelbränden kommen kann.

Wir empfehlen dringend vor dem ersten Laden mit dem SchuKo-Stecker einen Elektroinstallateur mit der Prüfung der Steckdose zu beauftragen.

CEE-Stecker

Den sogenannten CEE-Stecker (CEE steht für Commission on the Rules for the Approval of the Electrical Equipment) gibt es in zwei Ausführungen:

Der blaue, dreipolige CEE-Stecker - auch als "Campingstecker" bekannt - ist für eine Dauerbelastung von 16 A im einphasigen 230 V -Stromnetz mit 3,7 kW ausgelegt. Als Steckervariante für Elektroautos ist der blaue CEE-Stecker unüblich.

Der rote, fünfpolige CEE-Stecker ist für das dreiphasige 400V-Stromnetz ausgelegt und als "Starkstrom-Steckdose" bekannt. Der kleine CEE-Stecker (CEE16) erlaubt Ladeleistungen bis zu 11 kW, der große Industriestecker Ladeleistungen bis zu 22 kW.

Aktuell  werden bei E-Autos mit Typ2-Anschluss die Ladekabel in der Regel mit der Zentralverriegelung des Fahrzeuges abgeschlossen. An Ladesäulen ist das Kabel ebenfalls fest verriegelt. Die Entriegelung erfolgt auf beiden Seiten bei der Beendigung des Ladevorgangs.

Im Allgemeinen sollte ein E-Auto im Unterhalt günstiger sein. Es ist von der KFZ-Steuer befreit. Die Stromkosten sind oft günstiger als Benzinkosten. Die Wartungskosten sind günstiger, da z. B.

  • keine Abgasanlage vorhanden ist
  • der Motorölwechsel entfällt
  • kein Getriebe vorhanden ist oder
  • die Bremsen durch Rekuperation bei vielen Modellen geschont werden

Für 100 km benötigen Sie zwischen 10 und 20 kWh je nach Fahrzeugtyp, Fahrstil und Streckenprofil. Das ergibt bei einem Strompreis von 30 Cent pro kWh ca. 3 – 6 Euro, bis zu 50 % weniger als bei einem Benziner. Das ist natürlich abhängig von den jeweils aktuellen Strom-, Benzin- und Dieselpreisen.

Das Wetter spielt beim Laden des E-Autos keine Rolle. Die technischen Vorgaben sind hier sehr deutlich. Lediglich für den Fahrer kann es unangenehm sein, wenn er eine Ladesäule im Regen bedienen muss.

Öffentliches Laden

Bereits seit mehreren Jahren stehen in Lemgo öffentliche Ladesäulen bereit: Nutzerinnen und Nutzer von E-Fahrzeugen können damit in der Innenstadt ihr Elektrofahrzeug nachladen.

Unsere Ladesäulen finden Sie auf dem Kundenparkplatz am Bruchweg 24, auf dem P+R-Parkplatz am Bahnhof, im Parkhaus Wüste und auf dem Parkplatz Langenbrücker Tor. Überall können mindestens zwei E-Autos gleichzeitig an den Ladesäulen aufgeladen werden. Natürlich mit Ökostrom!
Zusätzliche sind Ladesäulen an folgenden Stellen zur Umsetzung in 2021 geplant:

  • Parkhaus Klinikum
  • Parkhaus Campus

Alle Ladesäulen laden mit bis zu 22 kW und besitzen, passend für die meisten E-Autos, Typ-2-Steckdosen. Die benötigten Ladekabel müssen Sie selbst dabei haben.
Das Laden der E-Autos kostet derzeit über plugsurfing 49 ct / kWh. 

Mit Plugsurfing kann europaweit an über 200.000 Ladepunkten bezahlt werden.

Dafür ist eine Registrierung auf plugsurfing.com erforderlich. Hinterlegt werden kann entweder eine Kreditkarte oder ein Paypal-Konto. Über eine App oder einen RFID-Schlüssel kann dann der Ladevorgang gestartet werden.

Und das nicht nur in Lemgo, sondern an vielen Ladesäulen, insbesondere auch an den Autobahnen.

Anfang November 2020 gab es 33.107 Ladestationen in Deutschland. In nahezu jeder Stadt sind eine oder mehrere Ladesäulen vorhanden. Mit zunehmender Anzahl von E-Autos wird die Anzahl der Ladesäulen weiter steigen.

Laden zu Hause

Batterien von Elektrofahrzeugen verfügen über eine hohe Batteriekapazität. Je höher die Kapazität ist, desto höher ist die Reichweite. Zum Laden benötigen E-Autos daher relativ viel elektrische Energie.

Übliche 1-phasige Haushaltssteckdosen (Schutzkontaktsteckdosen) mit einem Bemessungsstrom von 16 A vertragen einen Dauerbetrieb nicht. Sie können sich bei länger andauerndem Stromfluss über mehrere Stunden stark erwärmen und unter ungünstigen Bedingungen einen Brand auslösen.

Wenn zusätzlich noch weitere Verbrauchsgeräte an der gleichen Leitung angeschlossen sind, können diese bei gleichzeitiger Nutzung eine Überlastung der Leitung bewirken.

Um Ihr Auto sicher und schnell laden zu können, empfehlen wir aus sicherheitstechnischen Gründen die Installation einer Ladesäule oder Wallbox.

„Bis zu 80 % der Ladevorgänge werden zu Hause oder beim Arbeitgebererfolgen“ – so lautet die Einschätzung von Fachleuten. Es ist auch sehr praktisch, wenn am hauseigenen Carport oder in der Garage eine Lademöglichkeit besteht: Das Auto kann über Nacht in direkter Nähe aufgeladen werden.

Wir empfehlen eine Wallbox mit 11 kW für das Laden zu Hause. Wallboxen sind speziell auf die E-Mobilität ausgerichtet. Diese ermöglichen das sichere Laden des Akkus und verkürzen die Ladezeit Ihres E-Autos.

Die Wallbox erhalten Sie über Ihren Elektroinstallateur, der auch die Wallbox an Ihre Hausverteilung anschließt.

Übrigens: Die Einrichtung von Wallboxen oder Ladesäulen für Privatkunden wird aktuell vom Bund über die BAFA mit 900 Euro gefördert. Für die Förderung sind eine Rechnung eines Installateurs mit einer 11 kW-Wallbox und ein zertifizierter Ökostromvertrag erforderlich, damit das Laden des E-Autos ausschließlich mit Öko-Strom erfolgt. Den Öko-Strom erhalten Sie selbstverständlich auch bei uns. Bei der Beantragung der Fördermittel und zur Wahl der Wallbox beraten wir Sie gerne.

Wir empfehlen in einer Garage oder einem Carport eine Wandladevorrichtung (Wallbox) zu installieren. Die Wallbox benötigt weniger Platz. Der Anschluss ist preiswerter als bei einer Standsäule, da z. B. das Fundament entfällt.

An freien Plätzen im Außenbereich sollten feststehende Ladesäulen aufgebaut werden. 

Ladeeinrichtungen mit 11 kW müssen beim Netzbetreiber angezeigt werden, Ladeeinrichtungen mit mehr als 11 kW müssen vom Netzbetreiber genehmigt werden. Melden Sie Ihre gewünschte Installation daher bitte rechtzeitig über Ihren Elektroinstallateur beim Netzbetreiber an.

Warum diese Anmeldung wichtig ist?

Zurzeit werden große Anstrengungen unternommen, ein dichtes Netz öffentlich zugänglicher Ladeeinrichtungen aufzubauen. Zukünftig kommt aber auch den Ladeeinrichtungen auf privaten Grundstücken eine große Bedeutung zu. Die Leistungsfähigkeit des öffentlichen Stromversorgungsnetzes und der privaten Elektroinstallation, die der jeweiligen Ladeeinrichtung vorgelagert sind, bestimmt dabei die Funktionalität und Sicherheit dieser Einrichtungen. Für den zu erwartenden Boom an Elektroautos muss daher nicht nur die Ladeinfrastruktur ausgebaut werden – auch das Stromnetz muss dafür gerüstet sein.

Als Netzbetreiber kümmern wir uns darum, dass der Strom für Ihr Elektrofahrzeug zur Verfügung steht – wo und wann Sie ihn benötigen. Wenn jedoch zu viele Elektrofahrzeuge in einer Straße gleichzeitig geladen werden, kann es im Extremfall dazu kommen, dass das Stromnetz zu stark belastet wird. Aus Sicherheitsgründen schaltet sich das Netz in solchen Fällen ab. So, wie Ihre Sicherung zu Hause. Das Ergebnis wäre ein Stromausfall in Ihrem Wohngebiet.

Hier können Sie uns unterstützen: Wenn wir einzelne Ladestationen im Notfall gezielt abschalten können, lässt sich ein größerer Stromausfall vermeiden. Sobald das Netz wieder stabil ist, schalten wir die betroffenen Ladestationen wieder frei. So sichern Sie gemeinsam mit uns eine stabile Stromversorgung. Ladestationen sollten daher generell mit einer Kommunikationsschnittstelle ausgestattet und in ihrer Ladeleistung regelbar sein.

1.    Für die Nachrüstung einer Ladesäule oder Wallbox und die Bewertung der Installation vor Ort setzen Sie sich mit Ihrem Elektroinstallateur in Verbindung. Nutzen Sie hierzu die im Stromnetz der Stadtwerke Lemgo zugelassenen Elektroinstallateure. Der Elektroinstallateur prüft, ob Ihre Hausinstallation den Anforderungen entspricht oder erweitert werden muss und zeigt Ihre Wallbox oder Ladesäule beim Netzbetreiber an bzw. leitet die Genehmigung ein.

2.    Sollten Sie dann eine Erweiterung Ihres Hausanschlusses benötigen, sollte sich Ihr Installateur rechtzeitig mit unserem Anschlussservice in Verbindung setzen. Hier finden Sie das "Formular zur Anmeldung zum Netzanschluss Strom". Ladeeinrichtungen ab einer Anschlussleistung von mehr als 4,7 kW sind anmeldepflichtig. Ladeeinrichtungen mit mehr als 11 kW müssen vom zuständigen Stromnetzbetreiber genehmigt werden.

3.    Für die Ausführung ist ebenfalls die Beauftragung eines zertifizierten Elektroinstallateurs notwendig. Weiterführende Informationen hierzu finden Sie in der Erläuterung zu den "Technischen Anschlussbedingungen".

 

Im eigenen Haus oder in der eigenen Eigentumswohnung

Gehört Ihr PKW-Stellplatz zu Ihrem eigenen Grundstück, können Sie frei über die Einrichtung einer Ladelösung entscheiden. Wenn der Stellplatz auf einer Gemeinschaftsfläche mit anderen Hauseigentümern liegt, sprechen Sie am besten frühzeitig mit den anderen Eigentümern.

Ende 2020 ist das Gesetz zur Förderung der Elektromobilität und zur Modernisierung des Wohnungseigentumsgesetzes und zur Änderung von kosten- und grundbuchrechtlichen Vorschriften (Wohnungseigentumsmodernisierungsgesetz (WEMoG) in Kraft getreten. Jeder Wohnungseigentümer kann die Genehmigung für den Einbau einer Ladevorrichtung in der Tiefgarage oder auf seinem Parkplatz auf dem Gelände der Wohnanlage verlangen. Die anderen Mitglieder der Wohnungseigentümergemeinschaft können lediglich über die Art der Durchführung der Baumaßnahme mitbestimmen.

Wohnen zur Miete

Und nicht nur für Eigentümer, auch für Mieter ist es nun deutlich leichter, den Einbau einer Wallbox durchzusetzen. Dafür sorgen Anpassungen und Harmonisierungen im Mietrecht.

Der ADAC empfiehlt für den Aufbau einer eigenen Ladesäule als Eigentümer oder Mieter folgende Vorgehensweise:

1.   Informieren Sie die Miteigentümer bzw. den Vermieter und suchen Sie Mitstreiter

2.   Wählen Sie eine geeignete Ladelösung aus und bereiten Sie Vorteile, Nachteile und Kosten strukturiert auf

3.   Stellen Sie den Antrag

4.   Eigentümerversammlung bzw. Vermieter fassen einen Beschluss

5.   Elektrofachbetrieb installiert die ausgewählte Ladelösung

6.   Laden Sie das Elektroauto an der eigenen Wallbox

 

(Quelle: ADAC)

Unter normalen Umständen ungefähr drei Monate. Derzeit werden Wallboxen und Ladesäulen stark nachgefragt. Die Lieferzeiten sind daher in den letzten Monaten gestiegen.

Ist jedoch z. B. der Hausanschluss für die zusätzliche Installation einer Wallbox oder Ladesäule nicht ausgelegt, ist eine Verstärkung des Hausanschlusses erforderlich. In Einzelfällen kann es vorkommen, dass das Leitungsnetz in Ihrer Straße ausgelastet ist und weitere Anschlüsse kurzfristig nicht umgesetzt werden können. Dann ist mit längeren Wartezeiten zu rechnen. Aus diesem Grund sollte die Netzkapazität und die derzeitige Auslastung des Hausanschlusses vor der Installation geprüft werden.

Informieren Sie sich rechtzeitig, sowohl bei Ihrem Installateur als auch bei uns. Am besten, bevor Sie ein E-Auto kaufen.

Wallboxen und Ladesäulen haben ein Sicherheitssystem, das höchste Sicherheit bietet. Der Strom fließt erst dann, wenn das Ladekabel richtig eingesteckt wurde. Zum anderen wird die Ladesäule oder Wallbox an einen separaten Stromkreis ihrer Hausverteilung mit zusätzlichem Schutzschalter angeschlossen. Somit sind Sie gegen hohe Stromstärken sowie personengefährdende Fehlerströme abgesichert. Beim Laden Ihres Fahrzeugs an einer nicht gesicherten Haushaltssteckdose ist dies unter Umständen nicht der Fall.

Aus diesen Gründen empfehlen wir die Installation einer gesicherten Wallbox oder Ladesäule.

Ja, es gib ein Angebot, das für sogenannte unterbrechbare Verbrauchseinrichtungen wie z. B. Wärmepumpen oder eben auch das Laden zu Hause genutzt werden kann. Der Arbeitspreis ist günstiger als die allgemeinen Preise, aber an einige Bedingungen geknüpft:

  • Es gibt Sperrzeiten, zu denen das Laden Ihres E-PKW mit diesem Angebot nicht möglich ist.

Hier finden Sie alle Informationen zu den Preisen und den Sperrzeiten.

Lohnt sich das?

Für den 2. Zähler fallen Mehrkosten für die Erstinstallation und durch die Grundgebühr an. Er lohnt sich daher meistens erst ab Verbräuchen von mehr als 2.500 – 3.000 kWh/a für E-Mobilität und / oder Wärmepumpe. Allerdings empfehlen wir immer eine Beratung durch uns, da eine pauschale Aussage, ob sich der zusätzliche Aufwand lohnt oder nicht, von mehreren Faktoren beeinflusst wird, wie z. B.

  • Ist eine PV-Anlage vorhanden, dessen Strom vorzugsweise genutzt werden soll oder ist eine solche Anlage geplant?
  • Kommen weitere Elektrofahrzeuge dazu?
  • Wie hoch ist der Strombedarf für die vorhandenen E-Fahrzeuge aktuell und in der Zukunft?
  • Ist eine Wärmepumpe vorhanden, die auch von dem günstigeren Tarif profitieren kann?
  • Wie sind die technischen Voraussetzungen und Platzverhältnisse im Zählerschrank?