von links: Stadtwerke-Geschäftsführer Matthias Sasse, Projektleiter Tim Rose und Bürgermeister Borris Ortmeier freuen sich, dass der Bau der Anlagen gestartet ist. (Bildquelle: Stadtwerke Lemgo)

Ordentlich Bewegung am Eilenberg in Barntrup

LVL Windenergie Barntrup startet mit Fundamentbau für drei Windenergieanlagen

Lemgo.- Es ist so weit: Nach vielen Vorarbeiten beginnt jetzt der Bau der ersten drei Windenergieanlagen in Barntrup. Die Anlagen entstehen auf dem Eilenberg – ein Projekt, das der Landesverband Lippe mit der Stadt Barntrup und den Stadtwerken Lemgo über die gemeinsame Gesellschaft „LVL Windenergie Barntrup GmbH & Co. KG“ realisiert. Aktuell werden die Stahlbetonfundamente gebaut, auf denen die rund 247 Meter hohen Anlagen errichtet werden. Auch attraktive finanzielle Beteiligungsmöglichkeiten für die Bürger*innen vor Ort sind vorgesehen.

Insgesamt werden in Barntrup sechs neue Windenergieanlagen entstehen. Mit dem Bau der ersten drei Anlagen der LVL Windenergie Barntrup wird das gemeinsame Projekt nun auch vor Ort weiter sichtbar: „Nach dem aktuellen Plan können zwei der drei Anlagen noch in diesem Jahr in Betrieb gehen“, berichtet Arne Brand, allgemeiner Vertreter des Verbandsvorstehers des Landesverbandes Lippe. „Mit einer Gesamtnennleistung von ca. 23.000 kW können sie künftig einen erheblichen Teil erneuerbar erzeugten Stroms direkt hier in der Region bereitstellen.“

Auch die drei weiteren Anlagen der WGB Windgesellschaft Barntrup mbH & Co. KG werden im Anschluss errichtet. „Aktuell gehen wir davon aus, dass alle sechs geplanten Anlagen bis Mitte 2027 in Betrieb sind“, so Tim Rose, Projektleiter der Stadtwerke Lemgo. 

Vorarbeiten erfolgreich abgeschlossen

Auf dem Eilenberg zeigt sich, woran alle Beteiligten seit dem Projektstart gearbeitet haben: Das neue Umspannwerk auf dem Saalberg ist schon betriebsbereit, auch die Verlegung der Kabeltrassen von insgesamt 5 km ist erfolgt. Inzwischen werden die Fundamente hergestellt – und im nächsten Schritt wird der Brudereichenweg für die kommenden Transporte ausgebaut. Denn über      diesen Weg werden später zahlreiche Bauteile und Baumaterialien zur Baustelle gebracht.

„Nach den Arbeiten am Fundament wird die Anlage bald Stück für Stück in die Höhe wachsen“, erklärt Tim Rose. „Die unteren Segmente der Betontürme sind dabei so groß, dass sie in einzelnen Schalen gefertigt wurden. Diese Bauteile werden dann hier vor Ort passgenau zusammengesetzt.“ 

Infos zu verkehrsrechtlichen Regelungen unter www.barntrup.de

Die notwendigen Ausbaumaßnahmen für die Anlieferung der Großkomponenten erfordern verkehrsrechtliche Maßnahmen. Diese betreffen Bereiche des Kreisverkehrs B66 am Brudereichenweg, den Zuwegungsbereich Brudereichenweg bis zum Windmühlenstumpf (Dingelstedtpfad) sowie den Kreuzungsbereich der B1 Dieselstraße/Frettholz. Weitere Informationen dazu sind auf der Internetseite des Stadt Barntrup (www.barntrup.de) veröffentlicht.

Beteiligungsmöglichkeiten für die Menschen in Barntrup

Mit dem Windenergieprojekt sollen auch Beteiligungsmöglichkeiten für die Menschen vor Ort geschaffen werden. „Geplant ist eine digitale Plattform, über die ein Nachrangdarlehen gezeichnet werden kann“, informiert Matthias Sasse, Geschäftsführer der Stadtwerke Lemgo. „Zudem soll es einen Bonus für Anwohnende geben: So bleibt ein Teil dessen, was mit der Windenergie erwirtschaftet wird, genau dort, wo die Anlagen stehen. Die konkreten Konditionen und weitere Informationen werden wir rechtzeitig vor dem Start der digitalen Plattform veröffentlichen.“

Auch über die weiteren Baufortschritte wird das Projektteam kontinuierlich berichten. „Dieses Projekt ist möglich geworden, weil regionale Partner an einem Strang ziehen“, sagt Borris Ortmeier, Bürgermeister der Stadt Barntrup. „Der Landesverband, unsere Stadt und die Stadtwerke Lemgo bringen bei den ersten drei Anlagen ihre jeweiligen Stärken ein und setzen das große Windenergieprojekt gemeinsam um. Die weiteren drei Anlagen entstehen in bestem Zusammenspiel unserer Stadt mit den regionalen Stadtwerken aus Bad Salzuflen, Detmold, Lemgo, Oerlinghausen und Rinteln. Zum regionalen Ansatz gehört für uns aber auch, dass die Gemeinschaftsprojekte etwas vor Ort bewirken. Dazu zählen Einnahmen für die Stadt und konkrete Möglichkeiten für die Menschen in Barntrup, selbst finanziell teilzuhaben.“

 

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