Erstellt von Stadtwerke Lemgo |
Stadtwerke-Geschäftsführer Matthias Sasse sowie Bürgermeister und Aufsichtsratsvorsitzender Markus Baier blicken positiv auf das Geschäftsjahr 2025 zurück und stellen sich den Herausforderungen für 2026. Quelle: Stadtwerke Lemgo

Trotz Großprojekten über Plan: Positives Jahresergebnis für die Stadtwerke Lemgo

2025 wurde ein Jahresüberschuss von 631.000 Euro erwirtschaftet

Lemgo.- Die Stadtwerke Lemgo haben das Geschäftsjahr 2025 mit einem Jahresüberschuss von 631.000 € abgeschlossen – und damit deutlich besser als geplant: Im Wirtschaftsplan war für 2025 lediglich ein ausgeglichenes Ergebnis vorgesehen, auch weil die Stadtwerke gleich mehrere Großprojekte parallel stemmen mussten. Doch vorausschauendes Handeln, zukunftsorientierte Geschäftsfelder und das engagierte Team haben auch in unsicheren Zeiten für Stabilität und Wirtschaftskraft gesorgt.

„Wir haben bewusst vorsichtig geplant, weil die Lage auf den Energiemärkten und die weltpolitische Situation kaum kalkulierbar waren“, erklärt Stadtwerke-Geschäftsführer Matthias Sasse. „Dass wir aber selbst in diesem Umfeld so ein gutes Ergebnis erzielt und so viele wichtige Zukunftsprojekte vorangebracht haben, zeigt: Unsere Strategie geht auf und ist eine echte Teamleistung.“

Viele große Baustellen für eine zukunftssichere Infrastruktur 
2025 war für die Stadtwerke ein Jahr mit besonders vielen parallelen Großprojekten: In der Energieerzeugung wurde der Bau des innovativen Großwärmespeichers am Liemer Weg gestartet, die Installation einer Luft-Wärmepumpe und einer Power-to-Heat-Anlage sind bereits dieses Jahr in der Umsetzung. Die Anlagen werden Strom aus überwiegend erneuerbaren Energien zu Wärme für das Fernwärmenetz umwandeln, die im Großwärmespeicher zwischengespeichert werden kann, um sie dann abzurufen, wenn sie gebraucht wird.
Zugleich wurde der Ausbau der Fernwärmenetzes vorangetrieben, die Sanierung der Parkpalette Bruchweg gestartet – und darüber hinaus flossen Investitionen ins Eau-Le Freizeitbad und Saunaland sowie in IT-Projekte. „Das alles waren große, aber notwendige Herausforderungen, die sich teils noch durch das Jahr 2026 ziehen“, so Matthias Sasse. „Aber gerade die Projekte rund um den Großwärmespeicher werden nach ihrer Fertigstellung wichtige Meilensteine rund um die erneuerbare Fernwärmeerzeugung und -versorgung setzen.“

Bürgerbeteiligung als Baustein
An dem Großwärmespeicher haben die Stadtwerke ihre Bürgerinnen und Bürger auch finanziell beteiligt. Über eine digitale Plattform konnten Energie- Kund*innen sowie weitere Interessierte Nachrangdarlehen zeichnen und sich mit Beträgen zwischen 500 und 25.000 Euro an der Finanzierung beteiligen. Die Nachfrage war so groß, dass das ursprünglich geplante Volumen von 1 Mio. Euro auf 2 Mio. Euro verdoppelt wurde – und dennoch innerhalb weniger Tage vergeben war. „Das zeigt, wie sehr die Menschen in Lemgo hinter der Wärmewende vor Ort stehen“, so Bürgermeister Markus Baier. „Und das ist ganz wesentlich, um unsere Lemgoer Klimaziele zu erreichen. Je mehr Menschen hinter der erneuerbaren Erzeugung unserer Fernwärme stehen und diese oder die geeigneten Alternativen auch in ihrem Zuhause nutzen, umso mehr können wir hier erreichen.“

Strom, Gas, Wasser und Fernwärme: unterschiedliche Entwicklungen
Die einzelnen Versorgungssparten der Stadtwerke entwickelten sich 2025 unterschiedlich. Die Energieerzeugung profitierte von der erzeugten Strom- und Wärmemenge, verzeichnete aber gestiegene Material- und Personalkosten. Dennoch schloss die Sparte mit positivem Ergebnis ab. Auch die Fernwärme konnte ein Wachstum verzeichnen: Sowohl Absatzmenge als auch Erlöse legten 2025 zu, gleichzeitig stiegen jedoch die Erzeugungskosten überproportional, so dass sich das Spartenergebnis leicht verschlechterte. Im Stromgeschäft machten sich die spürbar gesunkenen Marktpreise sowie gestiegene Beschaffungs- und Netzentgelte bemerkbar, das Ergebnis lag unter dem des Vorjahres. Im Gasgeschäft stieg zwar witterungsbedingt die abgesetzte Menge, doch höhere Beschaffungskosten und gestiegene Aufwendungen für CO2-Emissionszertifikate zehrten den Vorteil größtenteils wieder auf. Auch die Wassersparte schloss mit einem Fehlbetrag von 529.000 Euro ab, trotz gestiegener Absatzmengen und höherer Erlöse. Dies ist bedingt durch anhaltend hohe Investitionen in die Infrastruktur für eine zukunftssichere Wasserversorgung.

STADTBUS jetzt vollelektrisch unterwegs
Ein Meilenstein konnte auch im ÖPNV gesetzt werden: Gemeinsam mit ihrem Dienstleister, der SLG Stadtbus Lemgo GmbH, haben die Stadtwerke die Busflotte auf Elektrobetrieb umgestellt: Seit Dezember 2025 rollen E-Busse durch die Stadt. Auch das ist ein wichtiger Schritt für den lokalen Klimaschutz und die Mobilitätswende vor Ort. Bei der Parkpalette Bruchweg läuft die Sanierung weiter und wird voraussichtlich bis 2027 andauern.

Zukunftsinvestitionen ins Eau-Le
Das Eau-Le Freizeitbad • AquaSports • Saunaland verzeichnete einen höheren Fehlbetrag als im Vorjahr, unter anderem wegen gestiegener Energie-, Personal- und Unterhaltungskosten. Investiert wird dennoch weiter: Ein neues Gebäude wurde für die ebenfalls neue Filtertechnik errichtet, diese wird aktuell eingebaut und die Schwimmbecken des Hallenbads werden noch dieses Jahr mit Edelstahl ausgekleidet. Zudem entsteht im Saunagarten eine neue Aufgusssauna, die im letzten Jahr geplant wurde. So wird auch das Eau-Le auf die Zukunft ausgerichtet und bleibt Lemgo langfristig erhalten.   

Positiver Ausblick auf 2026
Auch wenn die geopolitische Lage herausfordernd und die Energiemärkte volatil bleiben – Stadtwerke-Geschäftsführer Matthias Sasse blickt positiv in die Zukunft: „Dass wir dieses ambitionierte Programm an Großprojekten so konsequent umsetzen und gleichzeitig wirtschaftlich stabil bleiben, ist keine Selbstverständlichkeit“, sagt Matthias Sasse abschließend. „Dafür gilt allen Kolleginnen und Kollegen mein herzlicher Dank. Auch danken wir den Lemgoerinnen und Lemgoern, die gemeinsam mit ihren Stadtwerken aktiv die Energiewende auf vielfältige Weise mitgestalten.“

Zurück