Das zeigt eins ganz deutlich: Wir müssen unabhängiger von Erdgas werden. Nur so können wir langfristig die Preise stabil halten.
Für Einfamilienhäuser mit einem durchschnittlichen Jahresbedarf von 15.000 kWh Fernwärme im Jahr ergeben sich Mehrkosten von 13.39 Euro brutto pro Monat.
Ihre neuen Abschläge, die ab Februar 2027 anfallen, werden von uns automatisch an den neuen Arbeitspreis angepasst. Dies erfolgt mit der Jahresendabrechnung 2026 im Februar 2027. Eine zusätzliche Zählerablesung ist nicht notwendig.
Es stimmt, dass Energie kein Billigprodukt ist: Energie hat einen hohen Wert und dementsprechend auch einen Preis. Unsere Fernwärmepreise gehören dennoch zu den günstigsten in Deutschland. Diese Aussage lässt sich auch belegen: Auf der bundesweiten Plattform „Preistransparenz Plattform Fernwärme“ sind alle Fernwärmelieferanten mit ihren Preisen gelistet. Die Lemgoer Fernwärmepreise liegen wir weiterhin unter dem Durchschnitt aller Versorger.
Außerdem kommunizieren wir hier einen Preis für den 01.01.2027. Die hier genannten Argumente treffen alle Wärmeversorger und es sind auch dort Preiserhöhungen zu erwarten.
Ja, unsere Investitionen sind notwendig und sinnvoll. Notwendig sind die Maßnahmen, weil wir Vorgaben der Bundesregierung umsetzen. Ziel ist es, die Fernwärmeerzeugung langfristig auf Erneuerbare Energien umzustellen. Und dies ist zugleich sinnvoll: mit diesen Maßnahmen werden wir unabhängiger von steigenden Beschaffungs- und CO₂-Preisen. Zu den Maßnahmen gehört zum Beispiel die Errichtung des Großwärmespeichers und das Holzheizkraftwerks. Damit stärken wir zudem die regionale Wertschöpfung.
Nur mit unserer Fernwärme lassen sich die Klimaziele der Stadt Lemgo erreichen. Wer sich für Fernwärme entscheidet, hat seine persönliche Wärmewende erledigt.
Die Preiskalkulation basiert auf dem Grundsatz der Kostendeckung und werden nicht willkürlich festgelegt. Die Kosten, die für eine nachhaltige und zukunftsorientierte Wärmeversorgung entstehen, fließen in den Grund- und Arbeitspreis.
Jede Preisänderung wird nach der Kalkulation der Kosten auch vom Aufsichtsrat der Stadtwerke Lemgo freigegeben. Der Aufsichtsrat besteht u.a. aus Mitgliedern des gewählten Rates der Stadt Lemgo.
Die Fernwärmepreise dienen nicht der Steigerung des Unternehmensgewinns, sondern der nachhaltigen und sicheren Erzeugung. Ziel ist es, heute und für kommende Generationen eine stabile, faire und auch zukünftig bezahlbare Wärmeversorgung sicherzustellen.
Zudem werden mögliche Gewinne bei den Stadtwerken reinvestiert. Somit ist sichergestellt, dass Ihr Geld hier in unserer Region verbleibt und zukünftigen Generationen zugutekommt. Übrigens: Die Stadtwerke Lemgo GmbH ist eine 100-prozentige Tochter der Stadt Lemgo.
Nein, wenn Sie Energie sparen, reduzieren Sie in jedem Fall ihre persönlichen Kosten. Durch die in diesem Jahr eingeführten Preisstaffeln sind die fixen und variablen Kostenanteile je nach Nutzergruppe fairer verteilt. Die größeren Verbraucher zahlen einen höheren Grundpreis, weil die Vorhaltung der Leistung höhere Kosten verursacht, als bei Haushaltskunden.
Der Grundpreis ist notwendig, um einen Teil der fixen Kostenbestandteile abzudecken. Nicht nur die Fernwärme (an sich) verursacht Kosten. Der Grundpreis ist notwendig für
Nein, die Anschlusskosten für Neukunden werden in den Kosten für einen Neuanschluss berücksichtigt.
Grundsätzlich gilt es zu bedenken, dass Sie mit der gelieferten Fernwärme das fertige Produkt direkt ins Haus bekommen. Und das „Produkt Fernwärme“ beinhaltet folgendes:
Zudem ist Fernwärme vor allem auf die lange Sicht sehr vorteilhaft: Fernwärme zu nutzen, heißt: einmal anschließen, langfristig profitieren. Moderne Übergabestationen sind wartungsarm, langlebig und nahezu verschleißfrei. In unserem Netz halten sie in der Regel 30 Jahre – und sorgen zuverlässig für Wärme.
Bei fossilen Energieträgern wie Öl und Gas steigt der CO₂-Preis in den nächsten Jahren weiter. Und die Gasnetze werden immer teurer, weil weniger Menschen sie nutzen und die transportierten Erdgasmengen immer weiter sinken.
Diese Argumente zeigen, dass Fernwärme vorteilhafter ist, als Alternativen. Und dies umso mehr, je langfristiger die alternativen Heiztechniken miteinander verglichen werden.
Haushaltskunden sind im Regelfall der Preisstaffel 1 zuzuordnen. Das bedeutet, dass der gesamte Verbrauch mit den dieser Preisstaffel zugehörigen Werten abgerechnet wird.
Kunden, deren Verbrauch 50.000 kWh/a übersteigt, sind mit ihrem gesamten Verbrauch einer höheren Preisstaffel zugeordnet.
Beispiel: der Verbrauch eines Kunden von 70.000 kWh/a wird komplett mit den Preisen der Preisstaffel 2 abgerechnet. Es gibt also keine anteilige Berechnung der ersten 50.000 kWh/a mit den Preisen der Preisstaffel 1.
Wenn Sie nur Kleinstmengen aus dem Fernwärmenetz beziehen, kann der Eindruck entstehen, dass der Grundpreis für Sie überproportional hoch ist. Das Gegenteil ist jedoch richtig.
Der Bezug von Kleinstmengen bedeutet, dass Sie über die bezogene Wärmemenge kaum zur Kostendeckung der Wärmelieferung beitragen. Trotzdem muss dafür der Wärmeanschluss mit allen Kosten und Rohrnetzverlusten von uns vorgehalten werden. Die Grundkosten für Kleinstverbraucher sind proportional höher als wenn eine höhere Abnahmemenge bezogen wird.
Würde eine weitere Staffel für Kleinstverbraucher eingeführt werden, müsste hierfür konsequenterweise der Grundpreis höher liegen, als für Staffel 1. Wir haben uns dagegen entschieden, weil wir ansonsten den Bezug von geringeren Mengen schlechter stellen würden und das dem Sinn des Energiesparens entgegensteht.
Zu beachten ist außerdem, dass wir keinen Leistungspreis für die zur Verfügung gestellte Anschlussleistung erheben.
Unsere klimaschonende Fernwärmeerzeugung ist schon seit Jahrzehnten ein Vorbild für andere
Städte in Deutschland. Fernwärme ist aus mehreren Gründen ökologisch: Zum einen wird die Wärme mit der effizienten Kraftwärme-Kopplung erzeugt (gleichzeitige Erzeugung von Wärme und Strom). Zum anderen haben wir bereits vor Jahren damit begonnen, die Wärme durch Erneuerbare Energien zu produzieren. Das geschieht z.B. durch eine Solarthermie-Anlage, die in der Nähe des Klärwerks Lemgo errichtet ist oder 2 Großwärmepumpen, die Wärme aus dem geklärten Abwasser der Kläranlage oder unserer Bega gewinnen.
Mit unserer Fernwärme lassen sich die Vorgaben des aktuellen Gebäudeenergiegesetzes (GEG) und der Bundesförderung für energieeffiziente Gebäude (BEG) der Bundesregierung optimal umsetzen.
Da wir unsere Fernwärme vor Ort mit der Kraft-Wärme-Kopplung erzeugen, legt sie keine weiten Wege zurück und im Erzeugungsprozess ist sie effizient– das führt zu dem sehr guten Primärenergiefaktor von 0,24.
Dieser Faktor ist von Bedeutung: Das GEG fordert energieeffiziente Neubauten, die einen guten Dämmstandard der Gebäudehülle aufweisen und einen festgelegten Anteil ihrer Energie aus Erneuerbaren Energien beziehen.
Möchten Sie für Ihr Vorhaben die Förderungen nach BEG Wohngebäude für Ihren Neubau in Anspruch nehmen, müssen die Forderungen des GEG noch unterschritten werden. Förderfähig ist aktuell nur noch ein klimafreundlicher Neubau mit KfW-40-Standard und zusätzlicher Erfüllung der Nachhaltigkeit (KFWG oder KFWG-Q). Der KfW-40-Standard wird, wenn die Anforderungen an die Gebäudehülle eingehalten werden, in jedem Fall mit unserer Fernwärme erreicht.
Die Förderungen bei der Sanierung eines Altbaus sind etwas anders. Hier können mit einer Komplettsanierung (also die gesamte Gebäudehülle und die Anlagentechnik) unterschiedliche Effizienzhaus-Stufen erreicht werden.
Vom Effizienzhaus 85, über Effizienzhaus 70, Effizienzhaus 55 und dann zum höchsten Standard Effizienzhaus 40 können unterschiedliche Stufen erreicht werden.
Alle Stufen sind mit der Fernwärme im Bereich der Anlagentechnik zu erreichen, sogar immer als sogenannte „EE-Klasse“. Also immer mit der höheren Förderung für die Erneuerbaren-Energien-Klasse (z. B. Effizienzhaus KfW 85 EE).
Zusätzlich sieht das Klimaschutzkonzept der Stadt Lemgo vor: Neubauten sollen, unabhängig von den zukünftigen gesetzlichen deutschen Anforderungen, in Lemgo grundsätzlich nur noch als klimaneutrale Gebäude errichtet werden.
Ein hoher Anteil an Erneuerbaren Energien bringt im Altbau häufig Zusatzkosten mit sich. Mit unserer Fernwärme sind alle Kosten transparent – und Sie erfüllen die gesetzlichen Anforderungen und für den Neubau die Vorgaben des Klimaschutzkonzeptes der Stadt Lemgo!
Der Gesetzgeber hat vor geraumer Zeit Änderungen erlassen, um Verbraucher besser zu schützen. Er will verhindern, dass Wärmelieferanten einseitig ihre Preise zu Ungunsten der Verbraucher festlegen. Diese gesetzlichen Änderungen führten dazu, dass wir als Lieferant einen Vertrag über das Lieferverhältnis mit unseren Wärmekunden abgeschlossen haben. Preisänderungen haben die Änderungen des Vertragsverhältnisses zur Folge. Daher senden wir Ihnen einen Vertrag mit den Preiskonditionen zu, die ab dem 01.01.2027 gelten.
Dies ist in §2 der „Verordnung über Allgemeine Bedingungen für die Versorgung mit Fernwärme (AVBFernwärmeV)“ geregelt:
§ 2 Vertragsabschluss
(1) Der Vertrag soll schriftlich abgeschlossen werden. Ist er auf andere Weise zustande gekommen, so hat das Fernwärmeversorgungsunternehmen den Vertragsabschluss dem Kunden unverzüglich schriftlich zu bestätigen. Wird die Bestätigung mit automatischen Einrichtungen ausgefertigt, bedarf es keiner Unterschrift. Im Vertrag oder in der Vertragsbestätigung ist auf die allgemeinen Versorgungsbedingungen hinzuweisen.
(2) Kommt der Vertrag dadurch zustande, dass Fernwärme aus dem Verteilungsnetz des Fernwärmeversorgungsunternehmens entnommen wird, so ist der Kunde verpflichtet, dies dem Unternehmen unverzüglich mitzuteilen. Die Versorgung erfolgt zu den für gleichartige Versorgungsverhältnisse geltenden Preisen.
(3) Das Fernwärmeversorgungsunternehmen ist verpflichtet, jedem Neukunden bei Vertragsabschluss sowie den übrigen Kunden auf Verlangen die dem Vertrag zugrunde liegenden allgemeinen Versorgungsbedingungen einschließlich der dazugehörenden Preisregelungen und Preislisten unentgeltlich auszuhändigen.
Ja sind Sie, denn für unsere Fernwärme gibt es gute Gründe. Die Fernwärme der Stadtwerke Lemgo ist:
Um Ihnen transparent und fair aufzuzeigen, wie unser Fernwärmepreis im Deutschlandvergleich abschneidet, veröffentlichen wir unsere Preise freiwillig auf der vom AGFW eingerichteten Webseite www.waermepreise.info.
Wir liefern Ihnen unsere Wärme als Dienstleistung direkt ins Haus. Deshalb lässt sich der Fernwärmepreis nicht 1 zu 1 mit anderen Brennstoffpreisen vergleichen. Es gibt für Brennstoffe übliche Umrechnungsfaktoren je nach dem Alter der Anlage und damit relativiert sich der Preisunterschied teils deutlich.
Viele weitere Punkte müssen Sie berücksichtigen: Anschaffungskosten, Wartungs- und Schornsteinfegerkosten, Brennstoffpreise… Darüber hinaus werden bei der Nutzung von Fernwärme keine weiteren Maßnahmen vom Gesetzgeber verlangt. Somit entfallen auch hohe Kosten für Anlagenumbau oder Maßnahmen am Gebäude, so wie es bei anderen Heiztechnologien der Fall sein kann.
Stand März 2026